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Multi-Risk Policen – einfach erklärt

Multi-Risk Policen – einfach erklärt


Multi-Risk-Policen, immer mehr Versicherer bieten Lösungen.

Bausteine-Multi-Risk

Haben Sie schon mal was von einer Funktionsinvaliditätsversicherung gehört?

Das ist eine Multi-Risk-Versicherung – sagt Ihnen auch nichts?

Dann hoffen wir, auch mit diesem Beitrag wieder ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen….

Laut der Deutschen Rentenversicherung kann inzwischen jeder 5. Arbeitnehmer nicht mehr bis zum Renteneintritt arbeiten, sondern wird vorher berufsunfähig. Eine Absicherung der eigenen Arbeitskraft rückt bei vielen daher mehr und mehr ins Bewußtsein. Die  Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kommt für viele Menschen trotzdem nicht in Frage, da sie aufgrund gesundheitlicher Probleme oder der Berufswahl zu teuer ist. Hier kommt nun die Multi-Risk-Versicherung ins Spiel, eine Mischung aus mehreren Bausteinen: Grundfähigkeiten, Unfallschutz, Pflege und Dread-Disease.

Man unterscheidet 3 Absicherungsformen bei Multi-Risk-Policen

Die 1. Absicherung gegen den Verlust sogenannter Grundfähigkeiten.

Dazu zählt man beispielsweise Sehen, Hören, Sprechen, aber auch der Gebrauch der Hände und so weiter. Anbieterabhängig handelt es sich dabei entweder um eine Absicherung in der Rechtsform einer Lebens- oder einer Sachversicherung.

Erst wenn der gemeinsame Verlust von bis zu 4 Grundfähigkeiten als Leistungsvoraussetzung bei unfallbasierten Tarifen gegeben sein muss, reicht bei leistungsstarken Lebentarifen als Leistungsauslöser schon der Verlust nur einer Grundfähigkeit aus.

Natürlich gibt es hier auch Unterschiede in den Prämien und bei der Häufigkeit der Beitragsanpassungen. Höhere, dafür aber stabilere Beiträge, hat man demnach bei Lebensversicherungstarifen. Bei Sachversicherern wird der Beitrag jedes Jahr neu kalkuliert, bei einigen Anbietern ist selbst die Kündigung des Vertrages ohne weitere Begründung möglich.

Ganz wichtig ist auch eine Analyse der Definitionen  von z. B. „Hände nicht mehr gebrauchen können“. Während der eine Anbieter definiert, den Wasserhahn nicht mehr auf- oder zudrehen zu können, sagt der andere Anbieter die Grundfähigkeit ist erst verloren, wenn man kleinste Gegenstände (z. B. ein 1Cent Stück) vom Boden nicht mehr aufheben kann.

Die 2. Absicherung ist die der schweren Krankheiten.

Bei den unfallbasierten Tarifen greift, neben den Leistungen bei Krebserkrankungen,  üblicherweise das sogenannte Organkonzept. Das bedeutet, wenn Organe wie Herz oder Leber massiv beeinträchtigt sind, leistet die Police. Hier muss dann also eine dauerhafte, unwiederbringliche Beeinträchtigung von Organen als Folge eines Unfalls oder einer Krankheit vorliegen.

Die umfangreichste Absicherung im Bereich der Multi-Risk-Policen bieten jedoch nur die Lebensversicherungstarife. Teilweise sind bis zu 50 schweren Erkrankungen wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Multiples Sklerose in den Produkten abgedeckt.

Die 3. Absicherung im Rahmen der Multi-Risk-Produkte gilt für den Pflegefall.

Wird der Kunde pflegebedürftig, erhält er eine Rente. Hier ist es wieder wichtig, bei den jeweiligen Versicherern die „Eingangshürden“ zu prüfen. Reicht die Pflegestufe I aus, wie es bei einigen Anbietern der Fall ist, oder ist die betroffene Person bei mindestens 3 Aktivitäten des täglichen Lebens auf die Hilfe anderer Personen angewiesen.

Eines ist auch klar, die Multi-Risk-Versicherungen leisten nicht bei psychischen Erkrankungen wie es in der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung der Fall ist.

Aber auch hier wurde vereinzelt schon nachgebessert, handelt es sich um schwere, depressive Episoden, die einfache körperliche Tätigkeiten nicht mehr zulassen, kann man unter Umständen auf eine Leistung hoffen.

Unterm Strich kann man festhalten – einem direkten Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung halten die Multi-Risk-Tarife nicht stand.  Die 1. Wahl ist und bleibt die BU. Auch sind die Unterschiede in den Leistungsdefinitionen erheblich und auch um die Beantwortung von Gesundheitsfragen kommt man nicht drum rum.

Wichtig ist, wie immer, dass die gewählte Versicherung auf die Bedürfnisse angepaßt ist, nicht auf die Anzahl der Versicherungsbausteine. Je nach Erkrankungsvorgeschichte, Geldbeutel und Gesamteinstellung zu diesen Themen findet man einen großen Blumenstrauß, um die eine oder andere Funktionsinvalidität  abzusichern.

Möchten Sie mehr zu diesem Thema erfahren? Sprechen Sie uns an.

Wie immer stehen wir Ihnen gern unterstützend und anbieterunabhängig zur Seite.

Viele Grüße

Sylvina Heinrich

 

 

 


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